Condylome – Feigwarzen

Condylomata acuminata (Feigwarzen)

Condylome (Feigwarzen, Spitzenkondylome) zählen zu einer der häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten und werden durch das sog. humane Papilloma-Virus, kurz genannt HPV, ausgelöst.

In der Praxis zeigt sich, dass viele Betroffene nicht mehr genau wissen, wo sie sich angesteckt haben, da zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen bereits eine längere Zeit vergangen sein kann.

Es bilden sich kleine weiße bis rötliche, hahnenkammartige Warzen im Bereich der Geschlechtsorgane, am After und im Afterkanal (intraanal), die sich zu einem sog. Beet vereinigen können.

Die meisten Betroffenen klagen über einen mehr oder minder starken Juckreiz, in besonderen Fällen können auch Schmerzen eine Rolle spielen.

Eine seltene Form der Feigwarzen sind die sog. Condylomata gigantea, die eine beachtliche Größe annehmen, Gewebe zerstörend wachsen können und auch in bestimmten Fällen entarten.

Diese Hautveränderungen dürfen nicht mit den sog. Condylomata lata verwechselt werden, die durch Syphilis-Bakterien entstehen und völlig anders behandelt werden müssen.

Dem Proktologen genügt oft schon die reine Blickdiagnose, um die Art der Condylome festzustellen.

Ein Test mit Essigsäure kann die verdächtigen Stellen weiß anfärben und sich so vom gesunden Gewebe abheben. Da nicht immer eine gesicherte Diagnose möglich ist, werden oft Proben entnommen. Diese kleinen Hautproben (Biopsien) werden dann im histologischen Labor unter dem Mikroskop untersucht und ggf. mit Spezialtests identifiziert.

Je nach Befall mit Feigwarzen kann man auch durch eine Proktoskopie (Analkanal- und Enddarmspiegelung) feststellen, ob Condylome bereits intraanal entstanden sind.
Die Behandlung erfolgt bei einem geringen Befall mit Hilfe von Medikamenten (Tinkturen, Salben, Lösungen etc.).Alternativ stehen verschiedene chirurgische Verfahren zur Verfügung.

  1. Laserbehandlung
  2. Hochfrequenz-Ablation
  3. Abtragung nach vorheriger Vereisung

Im Allgemeinen sind die Feigwarzen einer entsprechenden Therapie gut zugänglich, da sie sehr oberflächlich wachsen. Doch bestimmte Gründe erfordern ein rasches Handeln, da die Ausbreitung dieser Virenwarzen sehr rasch von Statten gehen kann.
So entscheidet man sich oft statt der wochenlangen Behandlung mit Tinkturen, speziellen Salben oder Lösungen für die definitive Chirurgie, in der alle sichtbar befallenen Stellen abtragen werden.
Da sich die Condylome jedoch sehr hartnäckig halten können und sehr ansteckend sind, muss eine engmaschige Kontrolle beim Arzt durchlaufen werden, um ein erneutes Ausbrechen zu vermeiden.
Denn nicht nur die Symptome sind sehr unangenehm, auch die Lebensqualität wird stark eingeschränkt und oftmals ist die psychische Belastung nicht unerheblich.
Sprechen Sie vertrauensvoll mit uns.

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Ihr
Dr. Stephan Potzler

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